Bauernverband wirbt für landwirtschaftliche Bildungswege

Moritz Karsten Kollwitz, Lehrling im ersten Lehrjahr in der Agrargenossenschaft Baalberge bei Bernburg

Vor kurzem fand in der Salzlandhalle in Staßfurt eine Berufsorientierungsmesse statt an der auch der Landesbauernverband als Aussteller teilnahm.

Die von der Stadt Staßfurt, Abteilung Wirtschaftsförderung, organisierte Messe zog viele Schülergruppen mit den für Berufsorientierung verantwortlichen Lehrern an, weil sie bereits am Vormittag begann. Außerdem bot die Bandbreite der Aussteller für jeden etwas: Firmen, Arbeitsagentur, Institutionen, Verwaltung, Banken, Hoch- und Fachschulen warben um die jungen Menschen, die hierher kamen, weil sie sich für ihre berufliche Zukunft interessieren.

Fragen zum Ausbildungsablauf, zu Inhalten oder vorbereitenden Praktika, zu Prüfungen und vielem anderen wurden so auch am Stand des Bauernverbandes beantwortet. Landesbauernverbandsmitarbeiterin Juliane Jörn, Claudia Thiele vom Bauernverband „Börde“ e.V. und Moritz Karsten Kollwitz, Lehrling im ersten Lehrjahr in der Agrargenossenschaft Baalberge bei Bernburg hatten gut zu tun, denn das Interesse in der Landwirtschaft zu lernen, Gärtner oder Pferdewirt zu werden war groß.

„Mit einem Haupt- oder Realschulabschluss kannst du mit Berufspraxisjahren Meister werden oder auch ein Fach- oder Hochschulstudium absolvieren“, erklärt Moritz Karsten Kollwitz dem jungen Staßfurter, der sich für die Karrierechancen im Bereich Landwirtschaft interessiert.

Fast gleichaltrig ist ein Einstiegsgespräch für beide natürlich wunderbar und auch die Mädchen, die ihren Blick auf die Ausbildung zum Pferdewirt richten, hat der junge Mann hinter dem Stand nützliche Tipps und Frau Thiele und Frau Jörn geben ergänzende Hinweise sowie  gutes Informationsmaterial hinzu – ein gutes Messeteam.

Kollwitz wollte schon als Kind Bauer werden, weil bereits mit seinem Opa und seinem Vater, die beide in der Landwirtschaft angestellt waren, das Interesse für Maschinen und Landtechnik geweckt wurde. „Außerdem ist man bei der Arbeit den ganzen Tag an der frischen Luft; das ist prima. Ich werde also Landwirt, inklusive Tierwirt. Im Moment bin ich bei den Kühen, also Füttern, Ausmisten und bald auch an der Melkanlage.“ Außer der praktischen Arbeit im Betrieb, gibt es die Theoriewochen in Halle, wohin der engagierte Azubi mit dem Zug fährt. Die überbetriebliche Ausbildung, später in Iden, ist mit einem Internatsplatz gekoppelt. „Auch die Vorbereitung zum Treckerführerschein läuft“, freut sich der Technikfan.

Heute hat Kollwitz auf der Berufsorientierungsmesse mal einen ganz anderen Job gehabt, den er ebenfalls tatkräftig erledigt hat.