Steuerliche Risikorücklage

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Vorstandsitzung des Bauernverbandes „Börde“ e.V. präferiert alte Forderung für die Zukunft
Auf der Vorstandssitzung des Bauernverbandes „Börde“ e.V. wurde Bilanz gezogen für das vergangene, sehr schwere Landwirtschaftsjahr 2018. Die Vorstandsmitglieder, die aus unterschiedlichen Regionen des sehr großen Kreisbauernverbandsgebietes kommen, erläuterten nacheinander wie der langanhaltende Regenmangel und die Hitze die Kulturen in ihren Betrieben schädigten. Da auch die Wintersaaten von Raps und Getreide meist sehr schlecht aufgingen, wird sich die Dürre auch auf das Folgejahr auswirken. Die Dürrehilfe, die auch der Bauernverband „Börde“ e.V. gefordert hat, sei nun als erste Abschlagszahlung in tierhaltenden Betrieben angekommen, berichtete Verbandsgeschäftsführer Christian Apprecht: „Ackerbaubetriebe sollen die beantragte Hilfe im Januar bekommen“, fügte er als Forderung des Verbandes hinzu.
Eine Diskussion um Für und Wider dieser von den Ministerien kleinkrämerisch aufgebauschten Hilfsmaßnahme, schloss sich an. Der ehrenamtliche Verbandsvorsitzende Urban Jülich resümierte, dass es in Zukunft nur einen realistischen Weg gäbe, um solche Extreme auszugleichen, nämlich die steuerliche Risikorücklage.
Natura 2000 war ebenfalls Thema der Sitzung. Elf Prozent der Landesfläche werden hierfür unter besonderen Schutz gestellt. Eine Folge ist zum Beispiel die eingeschränkte Düngung, die Einbußen bei Qualität und Menge vor allem von Futtergras zur Folge haben wird. Vogelschutz ist wichtig aber aus Sicht des Bauernverbandes müsste auch hier für eine befriedigendere Balance zwischen Nahrungsmittelerzeugung und Naturschutz gesorgt werden.
Ein Vortrag von Nele Kruse, Referentin für den Bereich Tierhaltung beim Landesbauernverband, über die aktuellen Probleme bot reichlich Stoff zur Diskussion unter den Vorstandsmitgliedern. Die Schwierigkeiten bei der Ferkelkastration, zum Beispiel, sowie die gesamte Lobbyarbeit gegen die Tierhalter im Land wird am Ende zur Folge haben, dass das Fleisch importiert werde. „Wir wollen die Kastration doch nicht“; sagte Vorstandsmitglied und Schweinehalter Achim Klette, „aber Schlachthöfe, Handel, am Ende der Verbraucher wollen die Eber nicht.“ Auch hier sei noch großer Verhandlungsbedarf um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen, war man sich einig.
Der Tag des offenen Hofes soll 2019 in Neuferchau in der Altmark stattfinden; der Kreisbauerntag wird im Herbst sein, nicht wie sonst üblich im Februar.
Diese und weitere Termine werden rechtzeitig auf der Internetseite des Bauernverbandes und in den Medien veröffentlicht.