Die Früchte der Natur feiern

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Eine große Terrine voll Kürbissuppe mit vielen gebratenen Gehacktesklößchen darin. Dazu einen schönen grünen Salat und eine frische Butterstulle, kräftiges Bier für die fröhlichen Leute an dem mit Äpfeln dekorierten Tisch, über dem die Erntekrone hängt – ein zünftiges Erntedankfest mit Produkten aus der Börde.
Wenigstens einen Abend innehalten und der Natur danken. Obgleich wieder wenig Regen fiel, haben wir Bauern genug geerntet, sodass die Vorbereitungen für die nächste Saison in Angriff genommen werden können: Futter und Stroh einlagern, Herbstfurchen ziehen, Saatbett vorbereiten, drillen der Winterkulturen sowie Zwischenfrüchte und so weiter.
Wenigstens einen Abend nicht über die Bürokratie nachdenken, über Zahlen oder den Jahresabschluss, die Düngeverordnung oder dunkelgrüne Drohungen von Städtern aus Landes-, Bundes- oder EU-Politik.
Trotz alledem ist der Raps aufgegangen; der Regen kam genau richtig! Ist es nicht wunderbar!
Feiern wir die Natur und unsere Arbeit!

Text: Barbara Ilse