Jahresrückblick 2017 des Bauernverbandes „Börde“ e.V.

Jahresrückblick 2017 des Bauernverbandes „Börde“ e.V.

Pflügen

Der Wirtschaftszweig Landwirtschaft ist im ländlichen Raum des Bördekreises der größte Arbeitgeber, Steuerzahler und sozialer Unterstützer. Unsere Landwirte engagieren sich im Gemeinwesen der Dörfer und tragen somit zur Verbesserung der Attraktivität des ländlichen Raumes bei. Sie versorgen die Bevölkerung mit guten und sicheren Lebensmitteln. Weiterhin erhalten und pflegen die Bauern die hiesige historisch gewachsene Kulturlandschaft und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende.

Das Anbaujahr 2017 wird den Landwirten als eines mit häufigen extremen Wetterlagen in Erinnerung bleiben. Der wechselhafte Sommer mit Starkregen und Nässe führte in der Mähdruschernte zu teilweise massiven Erntebehinderungen und Qualitätsverlusten. Ein markantes Beispiel: Am 22. Juni verursachte Sturmtief „Paul“ in der Region Wolmirstedt Hagelschäden in den Feldkulturen bis zu 80 Prozent. Die Getreideerträge lagen rund 20 Prozent unter denen des Vorjahres. Auch die Qualitäten waren enttäuschend. Ein zu hoher Kleinkornanteil, schwankende Proteingehalte sowie die Backqualitäten und niedrige Erzeugerpreise infolge des starken Euro und schwächeren Dollar führten zu Erlöseinbußen.

Beim Raps wurden durch schlechte Auflaufbedingungen und hohen Schädlingsdruck je Hektar rund zehn Dezitonnen weniger geerntet als im Vorjahr. Die Qualität, infolge von niedrigem Ölgehalt, war nicht zufriedenstellend. Gute Ernten gab es bei den Kartoffeln, Zuckerrüben und Mais.

Zum Herbizid Glyphosat wäre eine sachliche Diskussion angebracht, denn nur durch dieses von fachlich versierten Landwirten maßvoll angewendete und streng kontrollierte Mittel zur Unkrautbekämpfung wird bodenschonende Bearbeitung erst möglich

Trotz verbesserter Erzeugerpreise im Gegensatz zu den Vorjahren werden die Milchviehbetriebe im Bördekreis immer weniger. Gründe sind immer mehr Auflagen und die Bürokratie. Große Angst bereitet unseren Schweinehaltern die immer näher kommende Afrikanische Schweinepest. Das Risiko einer Einschleppung der Tierseuche nach Deutschland bleibt weiterhin hoch.

Eine Koexistenz zwischen den Weidetierhaltern und dem Wolf in der deutschen Kulturlandschaft kann nur funktionieren, wenn die Bestände des Wolfes reguliert und seiner uneingeschränkten Ausbreitung Grenzen gesetzt werden. Immer mehr Menschen im ländlichen Raum dulden nicht länger, dass ihnen die Folgen der Ausbreitung des Wolfes aufgebürdet werden.

Laut einer Studie der Ruhr-Universität und HFFA Research GmbH belaufen sich die Kosten der deutschen Landwirte auf mittlerweile auf 5,2 Milliarden Euro, beziehungsweise 315 Euro je Hektar. Das sind rund 180 Euro je Hektar mehr als ihre Mitbewerber aus den nicht EU-Ländern. Dies sollte bei politischen Entscheidungen für die Entwicklung der Landwirtschaft bedacht werden. Unsere Landwirte stehen zu ihrer Verantwortung und übernehmen bereits heute viele Ausgaben, um die Umwelt zu schützen und gesamtgesellschaftliche Leistungen zu erbringen, wie zum Beispiel die Kosten zur Umsetzung von Wasserrahmenrichtlinien, Düngeverordnungen, Tierhaltungsauflagen, Pflanzenschutzgesetzgebungen oder für Bürokratie und Cross Compliance im Rahmen der GAP.

Busfahrt nach Berlin zur Grünen Woche am 23. Januar 2018

Busfahrt nach Berlin zur Grünen Woche am 23. Januar 2018

BK IGWWie in jedem Jahr, organisiert der Bauernverband „Börde“ e.V. wieder drei Busse für eine Tagesfahrt zur Internationalen Grünen Woche nach Berlin. Die Tour startet am Dienstag, 23. Januar 2018, zum „Bördetag“ in Halle 23 b: Interessenten können sich bis zum 17. Januar 2018 beim Bauernverband „Börde“ e.V. , An der Alten Tonkuhle 1, 39164 Wanzleben – Börde melden unter der Rufnummer 039209 / 3013. Abfahrt ist um 7.00 Uhr ab Haldensleben, Gerikestraße 81 – 87. Um 7.30 Uhr fährt der Bus ab Wolmirstedt, Samsweger Straße, ab 6.30 Uhr von Egeln, 7.00 Uhr ab Oschersleben, Busbahnhof  und 7.30 Uhr ab Wanzleben, Breitscheidstraße. Die Rückfahrt ist etwa gegen 16.00 Uhr geplant.

 

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Köhler

Geschäftsführer

 

Bauernverband „Börde“ e.V.

An der Alten Tonkuhle 1

39164 Wanzleben

Tel: 039209 – 3013

Fax: 039209 – 60511

Mail: bvboerde@bauernverband-st.de

www.bauernverband-boerde.de

Studie für die Kosten der deutschen Landwirtschaft infolge Umweltauflagen und zusätzlichen Auflagen

Studie für die Kosten der deutschen Landwirtschaft infolge Umweltauflagen und zusätzlichen Auflagen

Infolge der öffentlichen Diskussion um die Zukunft und Weiterentwicklung der deutschen Landwirtschaft, sowie der Gemeinsamen Agrarpolitik wird nicht hinterfragt, welche Kosten die Landwirte bereits heute auf sich nehmen, um die Umwelt zu schützen bzw. gesellschaftliche Leistungen zu erbringen.

Hier setzt die Studie von Helmut Karl (Ruhr-Universität Bochum) und Steffen Noleppa (HFFA Research GmbH) an. Ihr Ziel ist eine umfassende Analyse für Mehrkosten durch Umweltstandards und anderen Auflagen gegenüber Mitbewerbern der deutschen Landwirtschaft vorzulegen. Des Weiteren soll das Wissensdefizit in der Öffentlichkeit aufgeklärt werden. Lt. Studie belaufen sich die Kosten für die deutschen Bauern auf 315 Euro je Hektar und liegen damit rund 180 Euro je Hektar höher als ihre Mitbewerber aus den nicht EU-Ländern. Die Studie ist unter www.hffa-research.com veröffentlicht.

Landwirtschaft und Biodiversität

Landwirtschaft und Biodiversität

Die Hochschule Anhalt und die Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau als gemeinsamer Veranstalter der Tagung „Landwirtschaft und Biodiversität“ konnten am 15. November 2017 in Bernburg/Strenzfeld über 150 Teilnehmer begrüßen. Der Präsident des Bauernverbandes Sachsen- Anhalt Olaf Feuerborn mahnte in seinem Grußwort die überzogene Bürokratie und Kontrollen bei den Landwirtschaftlichen Förderprogrammen an. Prof. Dr. Schumacher von der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft betonte, dass Maßnahmen zur Erhöhung die Biodiversität in Ackerlandschaften nur in guter Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Naturschutz gelingen. Die Ergebnisse einer Befragung von 40 landwirtschaftlichen Betrieben zur Blühstreifenförderung in Sachsen-Anhalt wertete Dr. Jens Birger von der Stiftung Kulturlandschaft Sachsen-Anhalt aus.

Die Vorträge sind zu finden auf der Homepage der LLG unter:

https://llg.sachsen-anhalt.de/themen/agraroekologie-und-umwelt/biodiversitaet/landwirtschaft-und-biodiversitaet/

Neu gestaltete Bördeschatzkiste zum Weihnachtsgeschäft

Inhalt BK 2017

Produktauswahl  Bördeschatzkiste

Sehr geehrte Damen und Herren,

das gemeinsame Projekt der Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH, des Landkreises, der Lebenshilfe Ostfalen, sowie der Bauernverband „Börde“ e.V. läuft seit 2013 sehr erfolgreich. Ob als Präsent oder Geschenk sind bisher 4500 Schatzkisten vermarktet worden.

In der „BördeSchatzKiste“ werden typische Produkte bzw. regionale Spezialitäten aus dem Bördekreis präsentiert. Es zeigt die Vielfalt der regionalen Spezialitäten und ist zudem Werbung für den Bördekreis.

Vorrangig ist die „BördeSchatzKiste“ als Präsent bzw. als Geschenke angedacht. Das bevorstehende Weihnachtsfest soll auch den Institutionen, Wirtschaftsunternehmen, Verbänden und Organisationen die Möglichkeit bieten, eine Spezialität aus dem Bördekreis Geschäftspartnern und Freunden zu überreichen.

Durch eine erweiterte Produktauswahl können wir nun noch besser den Wünschen unserer Kunden nachkommen. Auch bieten wir wiederrum neue Produkte mit an, wie Heidelbeerfruchtaufstrich, Holundersirup oder getrocknete Pilze. In der Premiumkiste finden Sie nun die absolute Neuheit, ein Edel-Pilzlikör. Zudem wird in jeder Box ein Börde-Rezeptheft beiliegen sowie eine hochwertige Informationsbroschüre über den Landkreis.

Sollten Sie Interesse am Bezug der BördeSchatzKiste haben, dann können Sie diese bei der Lebenshilfe Ostfalen (Tel. 039407/9368-74) in Seehausen oder online unter http://www.lebenshilfe-ostfalen.de/shop/ sofort bestellen. (Preis je Stück 30,00 €). Der Preis der Premiumkiste in Holzformat beträgt 59,00 €.

Die Vorbestellung und der Vertrieb für das Weihnachtsgeschäft über die Lebenshilfe Ostfalen in Seehausen beginnen ab sofort. Bestellungen über 10 Kisten müssen aus organisatorischen Gründen bis zum 01. Dezember 2017 erfolgen.

(Alle Rechte an Bild und Text sind dem Bauernverband „Börde“ e.V. vorbehalten)

Bauernverband „Börde“ unterstützt Aktion „Gesunde Pause mit Milch“ in Oschersleben

Bauernverband „Börde“ unterstützt Aktion „Gesunde Pause mit Milch“ in Oschersleben

Gesunde Pause Oschersleben 2017Großer Andrang auf dem Schulhof der Goethe-Schule in Oschersleben. Die Mutti Susanne Raap hatte die Schule bei Radio Brocken für „Gesunde Pause mit Milch“ angemeldet und diese wurde als Gewinnerschule der Dienstagsaktion ermittelt.

Nicht schlecht gestaunt haben die Schüler in der ersten großen Hofpause, als sie eine riesengroße Kuh auf dem Pausenhof anlächelte. Milch für Alle – so das Motto an diesem Tag. Die heranstürmenden Kinder nutzten sofort die Gelegenheit um zu kosten.

Bei über 100 Schülern hatten Sozialministerin Petra Grimm-Benne, Landtagsabgeordnete Silke Schindler, Wolfgang Zahn AMG, Edeka Vertreter und der Bauernverband „Börde“ eine Menge zu tun.

Milch, Obst und Gemüse in der Brotbüchse sind wichtig für eine gesunde und ausgewogene Ernährung und dafür sollten bei den Kindern, Lehrern und natürlich Eltern geworben werden.

Und das es lecker war und alle auch ihren Spaß hatten sah man den Kindern an. Viele stellten sich mehrfach an um frische Milch aus der Milchkanne zu trinken, oder von den bereitsehenden Geschmacksrichtungen in Form von Trinkpacks zu probieren. Auch Käsestangen wurden als Probekostung verteilt. Radio Brocken sorgte ordentlich für Stimmung und Bewegung.

Elektronischer Agrarantrag

Werte Mitglieder,

bezugnehmend auf den Inhalt der aktuellen Informationen zur Agrarförderung 4/2017 vom MULE (25.08.2017, siehe auch Anlage), Punkt 1 „Elektronischer Agrarantrag 2018 als Web-basierte Lösung“, möchten wir einige Hinweise geben:

Bislang erhielten alle Landwirtschaftsbetriebe in Sachsen-Anhalt eine Antrags-CD für den InVeKoS-Antrag des jeweiligen Jahres. Ab 2018 schreibt die EU eine Web-basierte Lösung – also die Antragsabwicklung via Internet – vor.

Zunächst ist festzuhalten, dass MULE und Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung (MW) in einem ersten Schritt ein Gutachten beim TÜV Rheinland beauftragten, um die technische Versorgung zur Datenübertragung auf Basis der Antragstelleradressen der Landwirtschaftsbetriebe zu prüfen. Der TÜV kam laut MULE zu dem Schluss, dass grundsätzlich für 92% der Antragsteller eine ausreichende Datenversorgung (mind. 2 Mbit/s) realisiert werden kann. Dabei ist aber zu beachten, dass die Versorgung nur bis zum letzten Verteiler in der Straße gemessen wurde. Die Länge der letzten Meter des Anschlusskabels begrenzen oft die Übertragungsgeschwindigkeit. Insgesamt sieht das MULE bei der aktuellen Versorgungslage keine gravierenden Probleme für die Antragstellung 2018.

Aus diesem Grund ist es notwendig und ratsam, dass jeder Mitgliedsbetrieb seine Festnetzbreitbandübertragungsrate möglichst zeitnah und zu unterschiedlichen Zeiten überprüft.

Zur Überprüfung der Geschwindigkeit der vorhandenen Breitbandanbindung werden sogenannte „speedtest“-Programme genutzt.

Die Bundesnetzagentur hat dazu eine Messkampagne unter www.initiative-netzqualität.de gestartet. Hier kann jeder Nutzer seinen Anschluss auf das Tempo testen. Damit lässt sich die genaue Datenrate bestimmen.

Nutzen Sie bitte den nachfolgenden Link:

https://breitbandmessung.de/test

Vor der Messung sind einige Fragen (z.B. zum Vertrag und zur vereinbarten Übertragungs-rate) zu beantworten. Im Ergebnis der Messung erhalten Sie ein Messprotokoll mit der realen Datenübertragungsrate. Wir haben das Messverfahren genutzt und auch mit den Vertragsdaten unseres Anbieters verglichen. Es wurden Abweichungen festgestellt. Die Messung nimmt einige Minuten in Anspruch. Sollte der Test fehlschlagen, können Sie alternativ den nachfolgenden Link für einen Speedtest nutzen.

http://avm.de/nc/service/zack-der-speedtest-fuer-ihre-breitbandverbindung/

Auftretende Probleme signalisieren Sie bitte dem Bauernverband „Börde“ e.V.

Zur künftigen Breitbandversorgung im Landkreis Börde hat es bereits mit der Arbeitsgemeinschaft-Breitband eine Beratung am 10. Oktober 2017 gegeben.

Ziel unseres Verbandes ist es, bestehende Probleme aufzudecken und dazu beizutragen, dass unsere Mitglieder auch im Jahr 2018 die Voraussetzungen zur Erstellung des Agrarantrages erhalten.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang Köhler

Geschäftsführer

Bauernverband „Börde“ e.V., An der Alten Tonkuhle 1, 39164 Wanzleben

Tel: 039209 – 3013 oder Fax: 039209 – 60511

Mail: bvboerde@bauernverband-st.de

www.bauernverband-boerde.de

Engagiert für Grüne Berufe

Bildungsmesse Wanzleben 2016 1.1

Engagiert für Grüne Berufe

In der 36. KW beteiligte sich der Bauernverband „Börde“ e.V. an den gut besuchten Berufsinformationsveranstaltungen in Staßfurt, Wanzleben und Oschersleben. Viele Jugendliche schauten mit großem Interesse am Stand des Bauernverbandes vorbei, wo umfangreiches Informationsmaterial Auskunft über die moderne Landwirtschaft, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, sowie Karrierechancen gab.

 

Der Bauer tut sein Bestes für Butter, Brot und Bier

Der Bauer tut sein Bestes für Butter, Brot und Bier

Nitrat ist kein Übel, keine Bürde und nicht widerwärtig, sondern unbedingt notwendig, um uns zu ernähren. Der Bauer, der jetzt auf dem Acker für Butter, Brot und Bier sorgt, benötigt Nitrat dafür. Seine oberste Priorität ist es, gesunde Lebensmittel zu produzieren und nirgends auf der Welt wird das so gut kontrolliert wie in Deutschland.

Der Vorsitzende des Bauernverbandes „Börde“ e.V., Urban Jülich, möchte den unseligen Nitrat – Hype* endlich wieder auf die sachliche Ebene ziehen:

„Das Nitrat, welches heute an den Messstellen ankommt, trat seine Reise ins Grundwasser vor vielen Jahren an. Der Bauer, der jetzt die Gerste erntet, ist nicht der Verursacher. Auch die geplanten Brunnenwasseruntersuchungen vom Verein VSR e.V. (Verein zum Schutze des Rheins) ist nicht geeignet über unser Trinkwasser Auskunft zu geben, denn es gibt keine Zertifizierungsnachweise des Labors, Informationen zur Messtechnik und keine aktuellen Messdaten auf den Internetseiten. Die grafische Darstellung der Messergebnisse durch die verwendete Prozentdarstellung ist sehr einseitig. Auch bilden die Einzelmessungen, in oft stark belasteten, weil viel gedüngten Kleingartenanlagen, nicht den Zustand des Grundwassers ab. Brunnenwasser ist kein Trinkwasser. Das Vertrauen der Bürger sollte zertifizierten Laboren gelten; zur Bewertung des Schutzgutes Grundwasser gibt es Messstellen, die in Sachsen-Anhalt vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz, insbesondere dem Gewässerkundlichen Landesdienst, überwacht werden. Entnommene Proben werden von einem zertifizierten Labor nach DIN-Verfahren analysiert und aufgezeichnet. Beim Landesamt für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft kann man sich die aktuellen Grund- und Oberflächenwassermessungen auf der Internetseite ansehen oder dort abfragen. Die Trinkwassergüte lässt sich beim Wasserversorger nachprüfen.“

Die Ausbringung von Gülle mit „Jauchekaupen“ wie auf jüngst veröffentlichten Fotos sei längst verboten, fügt Jülich hinzu. Jeder Landwirt müsse jährlich Bodenproben an zertifizierte Labore liefern. So könne anschließend zielgenau und jeweils nach aktuellen Bodenwerten abgemessen, Gülle mit Schläuchen oder Dünger mit Spritzen ausgebracht werden. „Pflanzen nehmen nur den Stickstoff auf, den sie zum Wachstum benötigen. Die neue Düngeverordnung ist ein weiterer sehr entscheidender Schritt zu noch effektiverer Düngung in der Landwirtschaft.“

Und dass es immer besser werde, zeigen die aktuellen Werte der zuständigen Landesbehörden. Diese Listen belegen keinen sonderlich erhöhten Wert für die Börde, eine der am intensivsten landwirtschaftlich genutzten Flächen Deutschlands.

*Hype – spektakuläres und bewusst inszeniertes Doppelspiel. Der Verfasser (Artikel Generalanzeiger Wanzleben 26.06.2017 „Labormobil und Gewässerschutz“) verwendet hier ganz bewusst dieses neudeutsche Wort, um den gefälligen Leser daran zu erinnern, dass die Wahlzeit eingeläutet wurde: Dunkelgrün – alles Bio – einhundert Prozent alternative Energien – das könnte Stanisław Lem erdacht haben.

Aktion Heimische Landwirtschaft

HeimischeLandwirtschaft_Radio bearbeitet

Bild: Evelyn Zschächner

Initiative Heimische Landwirtschaft
Um die Leistungen der Landwirte für die Gesellschaft sichtbar zu machen und Vertrauen zwischen Verbrauchern und landwirtschaftlichen Erzeugern zu schaffen, gründeten einige Landwirte im Jahr 2011 die Initiative Heimische Landwirtschaft, der sich mittlerweile viele große und kleine, konventionell und ökologisch arbeitende Agrarbetriebe angeschlossen haben. Ziel der Initiative ist es, durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit ein realistisches Bild der modernen Landwirtschaft zu vermitteln. Eine zentrale Rolle spielen dabei Radiospots, in denen die vielfältigen Aufgaben der Landwirte transparent und verständlich dargestellt werden.
Ziel ist es, eine flächendeckende Ausstrahlung unserer Radiospots auf allen großen Sendern in ganz Deutschland zu erreichen, um damit das Ansehen von uns Landwirten in der Öffentlichkeit zu verbessern. Das schaffen wir aber nur, wenn sich möglichst viele Betriebe an dieser Initiative beteiligen. Für jeden Einzelnen ist es nur ein kleiner Beitrag, in der Summe können wir damit aber viel erreichen. Deshalb bitten wir alle Landwirte, die sich von unserer Initiative angesprochen fühlen, machen Sie mit und beteiligen auch Sie sich an dieser Aktion.

Informieren Sie sich unter www.heimischelandwirtschaft.de