Ackerbau-Allgemein

In diesen Tagen ziehen hunderte Mähdrescher auf den Feldern im Land ihre GPS-exakten Runden, um Raps und Getreide zu ernten. Auf dem neuen Video des Bauernverbandes „Börde“ e.V. ist Stephan Randel, Pflanzenbauleiter bei der Agro Bördegrün GmbH & Co.KG mit Sitz in Niederndodeleben, auf einem sechs Hektar großen Schlag in Magdeburg bei der Weizenernte.

Mähdrusch ist eine staubige Angelegenheit. Aber hier kommt der Rohstoff vom Halm, der für Brötchen und Kuchen gebraucht wird.

Bevor es losgeht, wird der Feuchtigkeitsgehalt der Körner gemessen; er soll unter 14,5 Prozent liegen. Die Sonne scheint schon seit einigen Tagen durchgängig und der Wind tut sein Übriges zur Trocknung der Ähren und des Strohs, alles im grünen Bereich.
Zwei Mähdrescher des Typs Case IH 82 40 haben nur kurz zu tun, bis die relativ kleine Fläche abgeerntet ist, denn mit einem 9,15 Meter breiten Schneidwerk kann ein Mähdrescher am Tag rund 50 Hektar Weizen ernten. Ansonsten sind die Flächen des Landwirtschaftsbetriebes in und um Magdeburg durchschnittlich 25 Hektar groß. 2.500 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaften die Bördegrün-Mitarbeiter insgesamt.
Vorwiegend werden Getreide, Mais, Raps, Rüben und Kartoffeln angebaut. Der Betrieb ist außerdem Zulieferer für Biogasanlagen. Die insgesamt 55 Mitarbeiter sind außer im Ackerbau auch in der Instandhaltung, der Tankstelle, dem Catering und in der Verwaltung beschäftigt. Photovoltaik, Futtermittelverkauf und Saatgutproduktion (Vermehrung und Aufbereitung) sind weitere Erwerbszweige.

Die Drescherkabine ist ein moderner Arbeitsplatz mit viel Komfort.

„Unsere gesamte Weizenernte wird in Lagerhallen untergebracht und erst später verkauft. Wir fahren hier die Zwei-Sorten-Strategie“, erklärt Randel, denn die Mühlen haben sich auf den Eliteweizen „Bernstein“ und den Aufmischweizen „Findus“ eingeschossen.
Als der Film gedreht wurde, waren von den 1400 Hektar Druschfläche des Betriebes bereits 1000 Hektar abgeerntet. Drei bis vier Erntetage lagen da noch vor ihnen. Im Schnitt ernteten dieses Jahr die Drescher je Hektar 7,5 Tonnen Wintergerste, 2,6 Tonnen Winterraps und 6,2 Tonnen Winterweizen. Die Ernteergebnisse liegen damit deutlich unter denen guter Jahre, sind aber nicht ganz so schlecht, wie im vergangenen Dürresommer.
Stephan Randel, der auch für die Lehrlinge im Betrieb zuständig ist, verweist stolz auf eine wichtige Tatsache: „Hier arbeitet keiner der nicht im Betrieb ausgebildet wurde.“ Und so drehen wir im Video mit Tobias Medlich, einem jungen Mähdrescherfahrer, der zusätzliche Details aus Fahrersicht erläutert, eine Runde auf dem Feld: Draußen Staub und Hitze, drinnen hochtechnisiert und kühl.
Text und Bildmaterial: Barbara Ilse

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