Lokale Aktionsgruppe gestaltet seit Jahren regionale Entwicklung
Bei der Vorstandswahl auf der Mitgliederversammlung der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Colbitz-Letzlinger Heide wurde unter anderen Marius Thordsen Denecke, Geschäftsführer des Bauernverbandes „Börde“ e.V. wiedergewählt. Damit erfüllt er eine wichtige ehrenamtliche Funktion in seiner Region, denn die LAG entscheidet über die Vergabe von etlichen Millionen Euro von EU-Geldern im Rahmen von Förderungen aus dem „ELER“- , „ESF+“- & „EFRE“ – Fonds. Mit diesem Geld, welches für die Entwicklung des ländlichen Raumes vorgesehen ist, konnten in den vergangenen Jahren und Förderperioden bereits viele Ideen in den Dörfern umgesetzt werden, wie zum Beispiel der Treppenbau an der Lindhorster Bockwindmühle, Asbestsanierungen von Wohngebäuden in Zielitz, die Digitalisierung der historischen Wolmirstedter Zeitungen oder der Fitnessparcours in Hillersleben. Radweg, Kirchenprojekt, Jugendtreff oder andere Ideen für ein aktives Dorfleben werden von den Mitgliedern der LAG taxiert, ob sie zukunftsfähig sind. Die unterstützten Projekte sollen in ihrer Vielfalt den ländlichen Raum abdecken. Auf Chancengleichheit wird ebenfalls wert gelegt. Thordsen-Denecke kann hier seine Fachkompetenz und Belange der Landwirtschaft einbringen. Mit ihm wurden in den Vorstand gewählt: Karolin Braunsberger-Reinhold, Stefan Crackau, Franz-Ulrich Keindorff, Carsten Miehe, Stefan Müller, Benjamin Otto, Mike Steffens und Erika Tholotowsky. Zu Kassenprüfern wurden Bettina Roggisch und Egbert Fitsch gewählt.
Zu dieser Versammlung der LAG trafen sich vor kurzem 20 Mitglieder sowie etliche Projekteinreicher und andere Interessierte in Jersleben. Der kleine Saal im Bleicher Weg 10 war mit rund 50 Leuten gut gefüllt. Benjamin Otte, Vorsitzender der LAG und Gemeindepädagoge in Loitsche, begrüßte die Anwesenden, arbeitete das normale Vereinsprozedere ab und übergab dann die Versammlungsleitung an den Regionalmanager Thomas Schmette. Dieser erläuterte den Stand der Umsetzung der ersten drei Aufrufe, gab Hinweise zur Selbstauskunft bei Interessenkonflikten und stellte die neuen Vorhaben vor.
Nach dem vierten Projektaufruf wurden bis Ende Februar verschiedenste Entwürfe mit Planungsunterlagen und oft ergänzt durch Vorher-Nachher-Fotos eingereicht. So bewerteten die LAG-Mitglieder nun auf ihrer Mitgliederversammlung rund 30, von Vereinen, Kommunen, Kirchengemeinden und Unternehmen eingegangene, Unterlagen. Beispiele: Der Kanuverein Wolmirstedt möchte einen elektrischen Außenbordmotor kaufen; der Klein Ammensleber Kultur- und Geschichtsverein plant die Einrichtung einer Heimatstube; der Burgenverein Burgstall beabsichtigt mit dem Fördergeld Teile der Amtsscheune zu sanieren, das Yoga-Studio von Julia Wichner-Singer soll ausgebaut werden. Jede einzelne Idee wurde vorgestellt, Fragen dazu beantwortet und dann mit farbigen Stimmkärtchen entschieden, ob sie förderfähig ist. Die komplizierten Abstimmungsergebnisse zu den einzelnen Maßnahmen mit den dazugehörigen Blättern zur Selbstauskunft organisierten und dokumentierten Heike Weber und Hilbert Bernd vom LAG-Management.
Die von den LAG-Mitgliedern bestätigten Vorhaben werden nun dem Landesverwaltungsamt übergeben, bevor die jeweiligen Anträge bei der Bewilligungsbehörde eingereicht werden.
Weitere Informationen: www.lag-clh.de




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