Landwirtschaft öffnet die Hoftore für Besucher
Hoffeste in Großalsleben und Hadmersleben
Bei einem Hof- der Verpächtertag öffnen Landwirte ihre Betriebe für interessierte Besucher und Verpächter. Tiere locken in den Stall; Landtechnik zeigt, wie modern produziert wird, wie Lebensmittel entstehen und wie viel Arbeit hinter regionaler Erzeugung steckt. An diesem Tag ermöglichen die Bauern im Land einen Blick in ihren Stall, führen landwirtschaftliche Maschinen vor, zeigen, was der Acker trägt, und sorgen mit frischen Produkten aus eigener Erzeugung für das leibliche Wohl. „Der Tag des offenen Hofes bringt Verbraucherinnen und Verbraucher direkt mit den Menschen zusammen, die täglich Lebensmittel erzeugen“, heißt es in der Pressemitteilung des Deutschen Bauernverbandes.
Auf den Höfen gibt es Führungen, Gespräche, regionale Produkte, Technik zum Anfassen oder Mitmachaktionen für Kinder. Auf den Dörfern im Land sind oft alle Vereine mit im Boot, wenn die ortsansässigen Agrarbetriebe ein Fest ausrichten. So zum Beispiel das große Hoffest der Agrar GmbH Großalsleben am 6. Juni 2026. Schützenverein, Kindergartenförderverein, Feuerwehr und etliche Vereine aus den Nachbardörfern beteiligten sich mit Auftritten, Aktionen oder kulinarischen Angeboten auf den Hof der Agrar GmbH. Honig, Eis oder auch Minitrecker waren im Angebot der Stände zu finden. Auch der Bauernverband „Börde“ e.V. war mit einem Informations- und Mitmachstand vertreten. Die Geschäftsführer der Agrar GmbH Jens Kongvongsa und Norbert Roloff freuten sich über die rege Unterstützung und besonders die große Resonanz auf dieses enorme Angebot. Etliche hundert Besucher kamen zum Fest und freuten sich gleich am Eingang über das Begrüßungsgeschenk mit landwirtschaftlichen Produkten. Roloff und Kongvongsa sowie ihre Mitarbeiter hatten ihre neue und alte Technik aufgefahren, die riesige neue Halle geöffnet und alles weg- und hin geräumt, was störte oder gebraucht wurde. Die Agrar GmbH Großalsleben wirtschaftet zurzeit mit 14 Mitarbeitern auf 2100 Hektar. 
Auch in anderen Orten öffneten landwirtschaftliche Betriebe ihre Höfe für Besucher. Zum Beispiel der Hoftag auf dem Amtshof in Hadmersleben, der am gleichen Tag stattfand. „Mama, können wir eins mit nach Hause nehmen?“ „Oh, sind die niedlich!“ Die Mädchen sind entzückt von den Mini-Ferkeln und strecken die Finger durch die Gitter, damit sie die klitzekleinen „Steckdosen“ streicheln können. Es ist Hoftag in Hadmersleben und im kühlen Stall vom „Urban Agrar“ Amtshof stehen Kälbchen und Lämmchen neben den bunt gefleckten Ferkeln. Hier geht es munter zu, ein ständiges Kommen und Gehen, denn gleich nebenan ist der Eingang zur Spielscheune. Dort kann man sich schminken lassen, am Glücksrad drehen, als Sprayer eine Wand gestalten, sich über landwirtschaftliche Ausbildung informieren oder einfach mit Treckern umherfahren – Trubel in jeder Ecke, vielleicht auch weil es hier schön kühl ist. Denn draußen, wo die Musik spielt, scheint herrlich die Sonne. Hier wird gegessen, getrunken und geklönt. Babette und Urban Jülich heißen alle Besucher auf ihrem Hof herzlich willkommen, laden ein zu unendlich vielen Attraktionen. Und los geht es durch den Hoffestrubel. Bänke und Tische sind nach der Eröffnung schnell besetzt. 
Meterweise selbstgebackener Kuchen und frischer Kaffee ergänzen das deftige regionale Essen aus eigener Erzeugung und Verarbeitung. Dazu gibt es kühle Getränke am Thekenwagen. Alt und Jung genießen den schönen Tag und werden von „DJ Wappenhans“ gut unterhalten. Wissenswerte Informationen der Stiftung Kulturlandschaft, den Wildtierrettern, den Jägern oder über die landwirtschaftliche Produktion in den Betrieben „Urban Agrar“ und „Bördegrün“ finden immer wieder interessierte Zuhörer. Dazwischen ein leckeres Eis, perfekt. Die Kremser für Rundfahrten auf die Felder der Umgebung sind immer gut gefüllt, bekommt man doch auch hier unter fachkundiger Führung direkten Einblick in die Produktion heimischer Lebensmittel. 
Zwischendurch kaufen die Besucher bei Vanessa Kuthe von der Landwirtschaftsfirma „Agrardienste & Direktvermarktung“ Leberwurst und Co. oder auch selbsthergestellte Seife.
Die Besucher schlendern durch die hübsche Amtshofkirche „Sankt Stephanus“ und schauen sich die kleine Kunstausstellung an. Aus der Kühle kommend, ist die Ausstellung von hochmodernen Maschinen und Oldtimerlandtechnik das nächste Ziel. Einige versuchen sich als Sumoringer oder als Bogenschütze. An dem riesigen Süßkirschbaum naschen Freche mit langen Armen die ersten roten Früchte. Drunter, auf der langen Bank, ruhen sich Muttis und Omas aus, während die Kleinen auf der Hüpfburg toben. Die Größeren Kinder probieren unter Anleitung von Zirkusdirektor Caro Caruso Teller zu jonglieren oder Hula-Hoop-Reifen kreisen zu lassen. Das Ponyreiten auf der schattigen Wiese gefällt besonders kleinen und großen Mädchen. Die alte Schmiede ist ebenfalls Anziehungspunkt für viele, die sich für das alte Handwerk interessieren. Vom kostenlose Bücherflohmarkttisch verschwindet Etliches in den Taschen der Hoffestbesucher. Ein rundum gelungenes Fest findet so in den frühen Abendstunden ein Ende. Übrig bleiben Einnahmen und Spenden für den Förderverein Sankt Stephanus und die Aufräumarbeit für Familie Jülich und ihre Angestellten.






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