Ackerbau-Allgemein
Kluge Ausbringtechnik der Firma Blunk bringt Nährstoffe genau dosiert und zielgerichtet an die Pflanzen

Die Zeit der tausend Grüns kommt mit großen Schritten und auch auf den Feldern ist die Natur aus dem Winterschlaf erwacht. Die Landwirte müssen nun die Pflanzen gut an den Start bringen. Die Rohstoffe für unsere zukünftigen Lebensmittel bekommen jetzt die Nahrung, die sie benötigen, um zu kräftigen und ertragreichen Pflanzen heranzuwachsen. Gärreste aus den Biogasanlagen haben genau die Zusammensetzung an Nährstoffen, die von Getreide, Raps, Rüben, Mais und Co. besonders gut aufgenommen werden können. Die Tanks in den Biogasanlagen sind voll und so fahren die Landwirte in diesen Tagen mit moderner Technik den wertvollen Dünger auf die Ackerflächen.

Moderne Maschinen schonen Boden und Umwelt

Auf dem neuesten Video des Bauernverbandes „Börde“ e.V. zeigt das Lohnunternehmen Blunk, wie Bördebauern von der modernen Technik der europaweit agierenden Firma profitieren. Helge Witt, der den Betriebsteil Vahldorf leitet, erklärt für uns die Geräte und Selbstfahrer im Praxiseinsatz. Außer der genialen Technik ist besonders interessant, wie sich im gezeigten Beispiel Landwirt und Lohnunternehmen auf der Fläche bei Dahlenwarsleben ergänzen: Die Dawa Agrar GmbH & Co. KG hat eigene Technik, die auf 18 Meter Breite Gärsubstrat ausbringen kann. Der „Kaweco Double Twin“ von Blunk kann links und rechts dieser 18 Meter noch einmal jeweils neun Meter breit ausbringen. So kommt man insgesamt auf 36 Meter und die Schlepper sind nur zweimal in der gleichen Spur gefahren. Der Weizen auf der Fläche geht gut versorgt in die Saison.

Prallteller schon lange verboten

Den uralten und stinkenden Güllewagen, von dessen Prallteller im hohen Bogen die Gülle auf dem Feld landet, gibt es schon lange nicht mehr. Auch für die Menge und die Zusammensetzung des Substrates gibt es strenge Vorgaben, die auf einer jährlichen flächenbezogenen Düngebedarfsermittlung beruhen. Die Inhaltsstoffe des Substrates sind klar analysiert. Modere Ausbringtechnik kann auf dem Acker innerhalb von Minuten das Substrat mittels Saugtechnik aus dem Tankwagen übernehmen. Satellitengestützt und an den Maschinen noch genau dosiert kommt der Dünger entweder direkt durch Aufschlitzen an die kleinen Pflanzen oder durch sofortiges Einarbeiten in den Boden, der bald die Rüben- oder Maissaat aufnimmt.

Bodendruck verteilen

Auf der zweiten Ackerfläche, die im Video gezeigt wird, fährt Daniel Kuswik den Selbstfahrer „Holmer Terra Variant“. Mit 15 km/h im merkwürdigen aber bodenschonenden Hundegang bringt er auf einer Fläche mit Resten von Winterzwischenfrüchten der Ohreland KG bei Groß Ammensleben Schweingülle aus. Schnell, effizient und so teuer, dass sich der einzelne Landwirt, die Maschinen für diesen speziellen Arbeitsgang nicht mehr leisten kann und auch nicht will. „Dafür gibt es ja uns Lohnunternehmer“, konstatiert Technikfreak Helge Witt. Breite Reifen an den Maschinen, Hundegang am Selbstfahrer oder durch GPS vermiedene Überlappungen helfen, den Bodendruck niedrig zu halten.

Ausbringen und Einarbeiten in einem Arbeitsgang

Ebenfalls auf dieser Fläche unterwegs und Standardausrüstung jedes Landwirtschaftsbetriebes, welcher Gärreste oder Gülle ausbringt, ist der Schlepper mit Güllefass und Injektorverteiler sowie nachgeschalteter Scheibenegge zum sofortigen Einarbeiten in den Boden. Langsam, ordentlich und zuverlässig tuckert Schlepperfahrer Paul Sebischka über die abgestorbenen Pflanzenreste: Hinter der 6 Meter breiten Scheibenegge schwarzer Boden, bereit für Mais- oder Rübensaat.
Der Blunk-Standort Vahldorf wurde 2014 eröffnet. Hier arbeiten 15 Angestellte. Die gesamte Firma Blunk beschäftigt insgesamt 300 Mitarbeiter, aber nur zu 50 Prozent in der Landwirtschaft. Das Lohnunternehmen ist viel breiter aufgestellt und bietet zudem Dienstleistungen in anderen Bereichen wie Landschaftspflege, Forstarbeiten oder Entsorgung.
Link zum Video:

Text und Bildmaterial: Barbara Ilse

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